Ratgeber · Kostenlose Konten · Stand August 2026

Kostenloses Girokonto 2026: Was wirklich gratis ist

Fast jede Bank wirbt mit einer Null — aber nur vier von zehn verzichten auf jede Bedingung. Wir trennen echte Gratis-Konten von Angeboten mit Auflagen.

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Auf einen Blick

Bedingungslos kostenlos
4 von 10
Kostenlos ab Geldeingang
5 von 10
Niedrigster Mindestgeldeingang
500 € (norisbank)
Üblicher Mindestgeldeingang
700 €
Kosten bei Nichterfüllung
46,80 bis 59,40 €/Jahr
Bestes Gratis-Konto
C24 Smart
Mit girocard gratis
C24, Santander
Einlagensicherung
100.000 € je Person

Angaben aus den Preis- und Leistungsverzeichnissen der Banken. Keine Rechtsberatung. Stand 3. August 2026.

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Geben Sie Ihren monatlichen Geldeingang ein — der Rechner zeigt, welche Konten damit tatsächlich gebührenfrei bleiben.

Redaktion: girokonten-24.deAktualisiert: 3. August 2026Lesezeit: 10 Min.Anzeige / Affiliate-Links

„Kostenloses Girokonto" ist einer der meistgesuchten Finanzbegriffe in Deutschland — und einer der irreführendsten. Fast jede Bank wirbt mit einer Null vor dem Komma, doch dahinter steht in den meisten Fällen eine Bedingung. Diese Seite trennt die Angebote, die tatsächlich ohne Gegenleistung kostenlos sind, von jenen, die es nur unter Auflagen sind.

Gibt es 2026 noch wirklich kostenlose Girokonten?

Kurzantwort

Ja, aber nur noch vier von zehn großen Anbietern verzichten auf jede Bedingung. Bedingungslos kostenlos — also ohne Mindestgeldeingang, ohne Altersgrenze und ohne Aktivitätspflicht — sind BBVA, C24 Smart, Santander BestGiro und bunq Free. Alle übrigen Konten sind zwar ebenfalls mit 0 Euro ausgewiesen, verlangen dafür aber einen monatlichen Geldeingang von 500 bis 700 Euro oder ein Alter unter 28 bis 31 Jahren. Wer diese Bedingung verfehlt, zahlt zwischen 46,80 und 59,40 Euro im Jahr.

Welche Konten sind ohne jede Bedingung kostenlos?

Bedingungslos kostenlose Girokonten · Stand August 2026
BankKontoführungKarteBesonderheitEinschränkung
BBVA0,00 €Visa Debithöchster Guthabenzinskeine girocard, spanische Sicherung
C24 Smart0,00 €girocard + Debitgünstigster Dispo, vier Pocketsnur 4 Abhebungen pro Monat
Santander BestGiro0,00 €Visa DebitFilialzugang, Bargeld einzahlenCashPool-Netz relativ klein
bunq Free0,00 €nur virtuelldrei IBANs, EU-weitkeine physische Karte im Gratis-Tarif

Unter diesen vier ist C24 der ausgewogenste Allrounder für den deutschen Alltag: Es ist das einzige bedingungslos kostenlose Konto mit girocard, verzinst das Guthaben laufend und bietet den niedrigsten Dispozins im gesamten Vergleich. Wer Zinsen priorisiert, wählt BBVA; wer Filialzugang braucht, Santander.

Was bedeutet „kostenlos bei Geldeingang"?

Die meisten Direktbanken verschenken die Kontoführung nicht, sondern tauschen sie gegen Ihren Zahlungsverkehr. Der Gedanke dahinter: Wer sein Gehalt dort eingehen lässt, nutzt das Konto als Hauptkonto — und ist damit als Kundin oder Kunde wertvoll genug, um die Gebühr zu erlassen.

Jahreskosten, wenn der Mindestgeldeingang nicht erreicht wird

Kontoführung plus Standardkarte, wenn keine Bedingung erfüllt wird · Stand August 2026

BBVA0 €
C24 Smart0 €
Santander BestGiro0 €
bunq Free0 €
norisbank46,80 €
Tomorrow Now48,00 €
1822direkt46,80 €
Targobank47,40 €
DKB54,00 €
comdirect58,80 €
Commerzbank58,80 €
UmweltBank58,80 €
Consorsbank59,40 €
Postbank70,80 €
Deutsche Bank82,80 €

Diese Grafik zeigt den eigentlichen Kern des Marktes: Nicht die beworbene Null unterscheidet die Anbieter, sondern das, was passiert, wenn Sie die Bedingung nicht erfüllen. Zwischen 0 und 59,40 Euro im Jahr liegen Welten — bei praktisch identischer Leistung.

Welche Bedingungen stellen die Banken für ein kostenloses Girokonto?

Bedingungen für die Gebührenfreiheit im Vergleich
BankMindestgeldeingangAlternativeKosten bei Nichterfüllung
norisbank500 €unter 30 Jahre3,90 € / Monat
DKB700 €unter 28 Jahre4,50 € / Monat
comdirect700 €3× Mobile Payment, Depot-Trade, unter 284,90 € / Monat
Consorsbank700 €unter 31 Jahre4,95 € / Monat
1822direktnicht beziffert3,90 € / Monat
Tomorrow Nownicht beziffertunter 21 Jahrebis 4,00 € / Monat

Die comdirect ist hier der Sonderfall: Sie ist die einzige Bank, die eine praktikable Alternative zum Gehaltseingang anbietet. Dreimal im Monat mit Apple Pay oder Google Pay zu bezahlen, erledigt sich für die meisten Menschen nebenbei. Wer also unregelmäßiges Einkommen hat, aber trotzdem ein vollwertiges Konto möchte, findet dort den flexibelsten Weg.

Was zählt eigentlich als Geldeingang?

Ein oft übersehener Punkt, der über 50 Euro im Jahr entscheiden kann. Die Banken handhaben das unterschiedlich:

  • Großzügig: Die DKB akzeptiert auch Eigenüberweisungen von einem anderen Konto. Ein Dauerauftrag von 700 Euro monatlich vom Hauptkonto genügt — Sie müssen Ihr Gehalt nicht umleiten.
  • Restriktiver: Bei comdirect zählen alle SEPA-Überweisungseingänge, auch in Teilbeträgen — nicht jedoch Bargeldeinzahlungen und Übertragungen von eigenen comdirect-Konten.
  • Nicht gewertet werden bei vielen Banken Wertpapierverkäufe und Zinsgutschriften vom hauseigenen Tagesgeldkonto.

Prüfen Sie diesen Punkt im Preis- und Leistungsverzeichnis, bevor Sie sich auf eine Konstruktion verlassen. Maßgeblich ist meist das Buchungsdatum, nicht das Wertstellungsdatum — bei Monatsübergängen kann das den Ausschlag geben.

Prüfen, welches Konto für Sie kostenlos ist

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Zum Vergleichsrechner

Welche versteckten Kosten hat ein kostenloses Girokonto?

Ein Konto mit 0 Euro Kontoführung ist nicht automatisch ein Konto ohne Kosten. Diese Posten tauchen in der Werbung selten auf:

Typische Zusatzkosten trotz kostenloser Kontoführung
PostenTypische HöheWer verlangt es
girocard zusätzlich1,00 € / Monatcomdirect (Aktiv-Modell)
Bargeldeinzahlung4,90 € je Vorgangcomdirect ab der 4. Einzahlung im Jahr
Bargeldeinzahlung9,50 € je 5.000 €Consorsbank über Reisebank
Auslandseinsatzentgelt1,75 bis 2,20 %comdirect, DKB ohne Aktivstatus
Abhebung über FreikontingentvariabelC24 ab der 5., Santander ab der 7.
Echte Kreditkarte2,90 € / Monatcomdirect Girokonto Extra
Geduldete Überziehungbis 13,15 % p. a.die meisten Banken

Rechnen Sie deshalb nicht mit der Kontoführungsgebühr allein, sondern mit Ihrem tatsächlichen Nutzungsverhalten. Wer monatlich zweimal Bargeld einzahlt, fährt mit einem Konto für 3,90 Euro monatlich günstiger als mit einem „kostenlosen", das jede Einzahlung mit 4,90 Euro berechnet.

Ist ein kostenloses Konto schlechter?

Kurzantwort

Nein — bei den hier verglichenen Anbietern nicht. Der Verzicht auf Kontoführungsgebühren geht nicht mit geringerer Sicherheit oder eingeschränktem Zahlungsverkehr einher. Alle genannten Banken unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro, bieten SEPA-Überweisungen, Lastschriften und seit Oktober 2025 verpflichtend Echtzeitüberweisungen. Die Unterschiede liegen bei Zusatzleistungen: Filialberatung, Bargeldeinzahlung, Kreditkarten und Automatennetz — nicht bei der Grundfunktion des Kontos.

Bester Allrounder

C24 Smart

Bedingungslos kostenlos.

0,00 € Kontoführung

Zum Test

Höchster Zins

BBVA

Bedingungslos kostenlos.

0,00 € Kontoführung

Zum Test

Mit Filialzugang

Santander BestGiro

Bedingungslos kostenlos.

0,00 € Kontoführung

Zum Test

Wie finde ich das passende kostenlose Konto?

Drei Fragen führen Sie zuverlässig zur richtigen Wahl:

  1. Erreichen Sie sicher 700 Euro monatlichen Geldeingang? Falls ja, stehen Ihnen auch DKB, comdirect und Consorsbank offen — mit teils besseren Zusatzleistungen. Falls nein, bleiben die vier bedingungslosen Konten.
  2. Brauchen Sie eine girocard? Unter den bedingungslos kostenlosen Konten bietet sie nur C24 und optional Santander. BBVA und bunq nicht.
  3. Zahlen Sie oft bar ein? Dann kommen nur Santander (Filialen) oder norisbank (Deutsche-Bank-Automaten) infrage.

Für die Feinabstimmung — etwa Dispozinsen, Auslandsnutzung oder Prämien — hilft der Vergleichsrechner mit tagesaktuellen Konditionen weiter.

Warum verlangen Filialbanken überhaupt Gebühren?

Ein Filialnetz kostet Geld — Miete, Personal, Sicherheitstechnik. Direktbanken und Neobanken sparen diesen Block vollständig ein und können die Ersparnis weitergeben. Hinzu kommt: Seit dem Wegfall der Negativzinsen verdienen Banken wieder an Einlagen, was die Kontoführung als Ertragsquelle entlastet.

Bei einem EZB-Einlagensatz von 2,25 Prozent bringt jedes Guthaben auf Ihrem Girokonto der Bank Zinserträge. Ein Konto mit durchschnittlich 2.000 Euro Guthaben erwirtschaftet rechnerisch rund 45 Euro im Jahr — mehr als die Kontoführungsgebühr, die viele Banken verlangen. Das erklärt, warum gebührenfreie Konten wirtschaftlich möglich sind.

Woran erkenne ich versteckte Bedingungen beim kostenlosen Girokonto?

Kurzantwort

An drei Signalwörtern in der Werbung: „bei Gehaltseingang", „für Aktivkunden" und „im ersten Jahr". Alle drei bedeuten, dass die beworbene Null an eine Bedingung geknüpft ist. Besonders die dritte Formulierung ist tückisch, weil die Gebühr erst nach Monaten greift — bei comdirect etwa nach sechs Monaten, sofern keine der vier Bedingungen erfüllt wird. Prüfen Sie in solchen Fällen im Preis- und Leistungsverzeichnis, was nach der Einführungsphase gilt.

Welche Konten eignen sich als Zweitkonto?

Ein zweites, kostenloses Konto ist erstaunlich nützlich und kostet nichts. Typische Einsatzzwecke:

  • Haushaltskasse — gemeinsame Ausgaben getrennt vom Privatkonto
  • Rücklagen — Geld, das nicht versehentlich ausgegeben werden soll
  • Reisekonto — mit begrenztem Guthaben, falls die Karte im Urlaub abhandenkommt
  • Onlinekäufe — nur so viel Guthaben, wie gerade gebraucht wird
  • Ausfallsicherung — wenn eine Bank technische Probleme hat

Für die meisten dieser Zwecke sind C24 Smart oder Santander BestGiro passend, weil sie ohne Bedingung dauerhaft kostenlos bleiben — auch wenn monatelang nichts passiert. Ein Konto mit Mindestgeldeingang eignet sich als Zweitkonto dagegen nicht.

Was ist mit dem Basiskonto?

Das Basiskonto nach § 31 Zahlungskontengesetz ist kein kostenloses Konto, sondern ein Anspruchskonto: Jede Bank, die Girokonten für Verbraucher anbietet, muss es auf Antrag eröffnen — unabhängig von Bonität, Einkommen oder Schufa. Es umfasst Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen und Bareinzahlungen, aber keinen Anspruch auf einen Dispokredit.

Banken dürfen dafür ein angemessenes Entgelt verlangen. Wo die Grenze liegt, hat der Bundesgerichtshof konkretisiert: Eine monatliche Gebühr von 8,99 Euro für ein Basiskonto wurde als unzulässig eingestuft. Wenn Ihnen ein reguläres Konto verweigert wird, ist das Basiskonto der gesetzlich garantierte Weg — mehr dazu unter Girokonto eröffnen.

Häufige Fragen

Gibt es 2026 noch wirklich kostenlose Girokonten?

Ja, vier der zehn großen Anbieter verzichten auf jede Bedingung: BBVA, C24 Smart, Santander BestGiro und bunq Free. Alle anderen verlangen einen Geldeingang von 500 bis 700 Euro oder ein bestimmtes Höchstalter.

Welches kostenlose Girokonto ist das beste?

Für den deutschen Alltag C24 Smart — als einziges bedingungslos kostenloses Konto mit girocard, dazu der günstigste Dispozins im Vergleich und laufender Guthabenzins. Wer Zinsen priorisiert, nimmt BBVA; wer Filialzugang braucht, Santander.

Was kostet ein Girokonto, wenn ich die Bedingung nicht erfülle?

Zwischen 3,90 und 4,95 Euro monatlich, also 46,80 bis 59,40 Euro im Jahr. Am günstigsten sind norisbank und 1822direkt mit 3,90 Euro, am teuersten die Consorsbank mit 4,95 Euro.

Was zählt als Geldeingang?

Das ist von Bank zu Bank verschieden. Die DKB akzeptiert auch Eigenüberweisungen von einem anderen Konto, comdirect zählt SEPA-Eingänge, aber keine Bargeldeinzahlungen und keine Übertragungen von eigenen comdirect-Konten. Prüfen Sie das im Preis- und Leistungsverzeichnis.

Gibt es versteckte Kosten bei kostenlosen Konten?

Möglich sind Entgelte für eine zusätzliche girocard, Bargeldeinzahlungen, Abhebungen über das Freikontingent hinaus und Auslandseinsatzentgelte von 1,75 bis 2,20 Prozent. Rechnen Sie mit Ihrem tatsächlichen Nutzungsverhalten, nicht nur mit der Kontoführungsgebühr.

Sind kostenlose Konten unsicherer?

Nein. Alle hier verglichenen Banken unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro und bieten den vollen Zahlungsverkehr inklusive Echtzeitüberweisung. Unterschiede gibt es nur bei Zusatzleistungen wie Filialberatung oder Bargeldeinzahlung.

Ist ein kostenloses Konto auch ohne Einkommen möglich?

Ja. BBVA, C24, Santander und bunq verlangen keinen Geldeingang. Zusätzlich hat jede Person nach § 31 Zahlungskontengesetz Anspruch auf ein Basiskonto — unabhängig von Bonität und Einkommen, allerdings ohne Anspruch auf einen Dispokredit.

Warum können Banken Konten kostenlos anbieten?

Direktbanken sparen die Kosten eines Filialnetzes. Zusätzlich verdienen Banken seit dem Ende der Negativzinsen wieder an Einlagen: Bei 2,25 Prozent EZB-Einlagensatz bringt ein Konto mit 2.000 Euro Guthaben rechnerisch rund 45 Euro im Jahr.

Woran erkenne ich versteckte Bedingungen beim kostenlosen Girokonto?

An Formulierungen wie „bei Gehaltseingang“, „für Aktivkunden“ oder „im ersten Jahr“. Besonders die letzte ist tückisch, weil die Gebühr erst nach Monaten greift. Prüfen Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis, was nach der Einführungsphase gilt.

Eignet sich jedes kostenlose Konto als Zweitkonto?

Nein. Nur Konten ohne Mindestgeldeingang bleiben auch dann gratis, wenn monatelang nichts passiert — also BBVA, C24, Santander und bunq. Konten mit Geldeingangsbedingung werden als Zweitkonto schnell kostenpflichtig.

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